Wie kann ich als Mann für einen Escort Service arbeiten (Gigolo)?

Tatsächlich scheint es für viele Männer interessant, als Gigolo zu arbeiten. Doch wie hoch sind die Chancen für einen männlichen Escort? Gibt es dafür tatsächlich einen Markt? Die Antwort ist so einfach, wie sie klingt: Es gibt ihn. Doch wie wird Mann zum Gigolo? In den folgenden Zeilen wird über die Chancen, die benötigten Voraussetzungen und die Verdienstmöglichkeiten berichtet.

Die Sache mit den hohen Erwartungen

Ein Mann, der sich wünscht als Escort zu arbeiten, hat sicherlich die eine oder andere Erwartung. Neben dem Verdienst ist es eventuell auch der Wunsch, mit attraktiven und erfolgreichen Frauen intim zu werden. Zunächst sollte aber daran gedacht werden, dass Karrierefrauen nicht immer nur hübsch und sexy sind, sondern mitunter auch als unterer Durchschnitt bezeichnet werden müssen. Natürlich kann ein Callboy auch wählerisch sein, doch vor allem beim Arbeiten für eine Escort Agentur ist das natürlich schwierig. Über solche Dinge muss sich ein potenzieller Gigolo im Klaren sein, denn die zahlenden Kundinnen erwaten natürlich exquisite und bevorzugte Behandlung, ganz egal wie gut sie aussehen, oder eben nicht.

Wenn sich der Anwärter auf einen Job als Begleiter bei einem Escortservice umfassend mit seinem Berufswunsch befasst hat, kann er sich bei einer Agenturen bewerben. Zunächst wird ein Casting erfolgen. Es sollte im Vorfeld recherchiert werden, ob es sich um ein seriöses Unternehmen handelt. Ein Blick auf deren Homepage und die dort aufgelisteten Escorts bzw. deren Dienstleistungen verschafft darüber schnell Klarheit. Da vertrauenswürdige Escortagenturen ihre Dienste sehr häufig an VIPs und reiche Menschen anbieten, haben die Bilder auf deren Site auch einen sichtbaren Hauch von Luxus und Exklusivität, die Honorare sind keineswegs als günstig zu bezeichnen. Unternehmen mit Billigangeboten und schlechten Fotografien vermitteln mit Sicherheit Callboys und keine niveauvollen Herren als Begleiter von Damen. Tatsächlich ist der Beruf eines Escort Mannes begehrt, und erfreut sich stetig steigender Nachfrage. Das heißt jedoch nicht, dass die Unternehmen alle Bewerber unter Vertrag nehmen, sie sind wählerisch, um ein gewisses Niveau zu halten.

Das Casting selbst gleicht tatsächlich einem Vorstellungsgespräch. Dementsprechend sollten sich Interessenten auch gut darauf vorbereiten. Zunächst ist es sicher hilfreich, eine Setcard mitzunehmen. In dieser Mappe sollten mindestens drei aktuelle und professionell aufgenommene Bilder enthalten sein: Ein Bild des Gesichts, eine Ganzkörperaufnahme in einem ansprechenden Outfit, am Besten in einem Anzug, und ein Letztes mit nacktem Oberkörper sind empfehlenswert.

Der große Tag – Das Casting

Die Anreise zum Casting sollte so organisiert werden, dass eine Verspätung zum Termin ausgeschlossen wird. Nötigenfalls sollten Bewerber am Abend vorher anreisen, um auch entspannt und ausgeruht am Gespräch teilnehmen zu können. Es wird empfohlen, sich die Kleidung zu diesem Termin sorgfältig auszusuchen. Von legerer Kleidung wird abgeraten, vielmehr empfiehlt sich hier auch ein Anzug mit farblich abgestimmtem Hemd und Krawatte. Eventuelle Accessoires wie Manschettenknöpfe oder Krawattennadeln weisen dem Bewerber einen guten Geschmack aus, der zudem dezente Eleganz vermittelt.

Es gibt verschiedene Formen des Castings. Manche Agenturen setzen auf sogenannte Assessment-Center. Zu diesen werden mehrere Bewerber gleichzeitig eingeladen und gecastet, jeder Mann hat Zeit, sich vorzustellen. Häufiger sind jedoch die Einzelcastings für männliche Interessenten. Wie in einem Vorstellungsgespräch werden Fragen zu den persönlichen Lebensumständen und zu den Erwartungen des Bewerbers gestellt. Manchmal werden auch angegebene Sprachfähigkeiten und die Allgemeinbildung überprüft. Was ein Casting für Escortservices von einem normalen Vorstellungsgespräch unterscheidet, sind die Fragen nach sexuellen Vorlieben, die ehrlich beantwortet werden sollten.

Dann gibt es einen Vertrag

Es ist nicht ungewöhnlich, gleich im Anschluss an das Casting einen Vertrag vorgelegt zu bekommen. Häufig ist sogar ein Fotograf zugegen, der im Falle einer Unterzeichnung sofort ein paar Bilder des neuen Gigolos macht, die später auf der Setcard im Internet hinterlegt werden. Wird ein Bewerber mit dem Hinweis, man würde sich in Verbindung setzen, weggeschickt, besteht kaum eine Chance für diese Agentur verpflichtet zu werden.

Im Geschäftsmodell von Escortagenturen gibt es zwei Arten von Verträgen. Neulinge erhalten meist den Standardvertrag. Diese Ausführung formuliert die Vermittlungsvoraussetzungen durch den Escortservice. Ein solcher Vertrag erlaubt es dem Escort auch, mit weiteren Agenturen in Verbindung zu treten, oder auf eigenem Wege Kundinnen zu finden. Er ist nicht gänzlich an eine Agentur gebunden.

Anders steht es, wenn ein Exklusivvertrag vorgelegt wird. Dieser Vertrag verbietet jede Form von Eigenvermarktung und bindet den Gigolo exklusiv an die Agentur. Um diesen Vertrag für den Escort Gentleman attraktiv zu machen, erhöht sich damit auch das Stundenhonorar. Exklusivverträge bekommen jedoch meist nur erfahrene und sehr erfolgreiche Escorts, Anfängern werden sie kaum vorgelegt.

Was es braucht, um bei Kundinnen gut anzukommen

Es ist nicht nur ein gutes Aussehen, dass eine Kundin bei der Buchung eines männlichen Escorts im Auge hat. Frauen erwarten zudem eine selbstsichere Ausstrahlung. Wenn beide Eigenschaften über die Setcard ausgedrückt werden, ist das schon die halbe Miete. Oft gibt es zwischen männlichen Escorts und den Kundinnen vor dem eigentlichen Termin ein zwangloses und kurzes Treffen, um zu sehen, ob die Chemie stimmt. Wenn sich der Gigolo bei solch einem Treffen als weltgewandt und offen präsentiert und dazu noch einen gesunden Sinn für Humor hat, wird er die potenzielle Kundin sicherlich von sich überzeugen können.

Beim eigentlichen Termin muss der erste Eindruck vertieft werden. Männer, die gerne als Begleitservice arbeiten möchten, müssen in der Lage sein, der Frau ein Wohlgefühl zu vermitteln. Sie muss sich in ihrer Gegenwart entspannen und fallen lassen können. Schüchternheit ist hier auf jeden Fall nicht gewünscht, auch wenn die Kundin letztlich bestimmt, was zu passieren hat, und wann. Tatsächlich gibt es Frauen, die einen Gigolo nur für ein romantisches Dinner mit anregenden Gesprächen und anschließendem Kuscheln buchen, ohne sexuelle Handlungen zu erwarten. Der Gigolo sollte somit also ein perfekter Begleiter und Unterhalter sein, und ein Gefühl von Romantik vermitteln können.

Das Honorar eines Gigolos

Seriöse Agenturen verlangen selten weniger als 350 Euro für zwei Stunden mit einem Gigolo. Ein Overnight-Termin, also eine ganze Nacht, kostet mindestens 1000 Euro. Interessenten für den Beruf sollten sich vor Augen führen, dass etwa 30 bis 40 Prozent von diesen Honoraren für die Vermittlung einbehalten werden. Mehr sollte es jedoch nicht sein, und muss im Bedarfsfall bei Vertragsabschluss hinterfragt werden.

Mit einer steigenden Anzahl von Aufträgen ändert sich unter Umständen auch das Honorar. Entgegen der landläufigen Meinung ist die Beliebtheit nicht nur vom Aussehen abhängig. Dir bereits erwähnten Charaktereigenschaften wie Redegewandtheit und Einfühlsamkeit spielen eine sehr große Rolle, wenn es um die Buchung eines Gigolos geht. Nicht selten wird eine Kundin zu einer Stammkundin. Während Männer häufig andere Escorts ausprobieren, legen sich Damen lieber fest, um so eine gewisse Vertrautheit und Konstanz herzustellen. Gigolos müssen dabei durchaus ihre Professionalität bewahren, ihr Service ist käuflich, und das darf nicht vergessen werden. Trotzdem sollten Kundinnen nicht das Gefühl haben, nur wegen der Zahlung akzeptiert und umworben zu werden.

Ist ein Exklusivvertrag geschlossen worden, verdient ein Gigolo für zwei Stunden selten weniger als 500 Euro, für Kundinnen, die eine ganze Nacht buchen, werden wenigstens 1200 Euro verlangt. Auch hier gilt wieder die prozentuale Beteiligung der Agentur von 30 bis 40 Prozent. Auslagen für Unternehmungen und das Hotel werden im Übrigen von der Kundin übernommen. Für mehrtätige Buchungen oder Auslandsreisen variieren die Gebühren, zu den normalen Tagesgebühren kommt meist noch eine Art Auslöse hinzu.

Gigolo – Ein Job für junge Männer?

Tatsächlich sind Männer in den mittleren Jahren bei Begleitagenturen und deren Kundinnen recht beliebt. Keineswegs muss ein männlicher Escort jung und dynamisch sein. Mit höherem Alter steigt die Attraktivität in den Augen des weiblichen Geschlechts. Trotzdem gibt es nur selten Agenturen, die Männer über 55 Jahren vermitteln. Doch Herren mit Ausstrahlung und einer gehobenen Bildung, gepaart mit einem attraktiven Auftreten, haben sicherlich die besten Chancen, eine Agentur für ihre Dienste zu finden.

Abschließend sollte gesagt werden, dass Gigolos als Freiberufler arbeiten. Auch beim Escortservice sind sie nicht angestellt, sondern sind auf eigene Rechnung tätig. Es muss also ein Gewerbe angemeldet werden, was seit dem Prostitutionsgesetz auch durchaus legitim und problemlos ist.